Berufswahlsiegel 2009

    Verleihung 2006         Laudatio     Interview zum Berufswahlsiegel (pdf)


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Das Berufswahl-SIEGEL

Berufswahlsiegel Im Jahr 2009 konnte unsere Schule das 2006 erstmals erworbene Berufswahlsiegel verteidigen. Nach einer Rezertifizierung haben wir in einer Feierstunde am 20.05.2009 das Berufswahlsiegel für weitere drei Jahre bis 2012 verliehen bekommen.

Das Berufswahl-SIEGEL ist ein Zertifikat für Schulen, die in vorbildlicher Weise ihre Schülerinnen und Schüler auf die Arbeitswelt vorbereiten und ihnen den Übergang ins Berufsleben erleichtern.

Die Initiative Berufswahl-SIEGEL wurde in Kooperation mit der Bertelsmann-Stiftung entwickelt und 1999 in verschiedenen Regionen Deutschlands eingeführt. 2006 wurde das Zertifikat erstmals im Ruhrgebiet vergeben. Regionale Paten sind im mittleren Ruhrgebiet die Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen.

Weitere Informationen zum Berufswahl-Siegel: www.siegel-schule.de

Laudatio   

Es ist mir eine besondere Freude heute als Laudatorin für die Heinrich-Böll-Gesamtschule in Bochum zu sprechen.
Nicht lange musste ich darüber nachdenken was ich erzählen soll, vielmehr habe ich mir den Kopf darüber zerbrochen was ich nicht erzählen soll - das würde sonst zu lange dauern.
Ich möchte zu Beginn meiner Laudatio eines der wohl bekanntesten Bochumer Kinder zitieren - Herbert Grönemeyer.
In einem seiner Lieder gibt es folgende Passage:

     "es gibt viel zu verlieren, du kannst nur gewinnen
     genug ist zu wenig - oder es wird so wie es war
     stillstand ist der tod, geh voran, bleibt alles anders"

Von Stillstand an der Herinrich-Böll-Gesamtschule kann nun wahrlich nicht die Rede sein. Im Gegenteil bei der Auditierung der Schule spürte man Bewegung. Nichts läuft einfach, sondern es wird nachgedacht, umgedacht und weitergedacht.
So wurden viele der guten Ansätze, die der Heinrich-Böll Gesamtschule im Jahr 2006 bereits den Weg für die erste SIEGEL-Zertifizierung öffneten, beibehalten oder Aufgrund von Evaluationen verändert oder durch ebenso interessante wie spannende Konzepte ersetzt.
Und an vielen Stellen, vor allem im Gespräch mit einem Teil des Lehrerkollegiums zeigte sich, dass noch lange nicht Schluss ist mit der Weiterentwicklung der Berufsorientierung an der Heinrich-Böll Ge-samtschule.

Ich möchte nun einige Punkte nennen, die mir besonders positiv in Erinnerung geblieben sind.
Als erstes ist der insgesamt sehr gute Informationsaustausch an der Schule zu nennen. Sicherlich kann man nicht zu jeder Zeit alles wissen und so gab es auch Staunen, da man gar nicht wusste, dass die Schule doch noch so viel zu bieten hat ;-)
Aber insbesondere durch die engagierte Arbeit der Studien- und Berufwahlkoordinatoren, Frau Simon und Frau Heinrich, ist gewährleis-tet, dass bspw. aktuelle Stellenangebote oder interessante Projekte schnell an die Lehrer verteilt werden, aber noch viel wichtiger - schnell an die Schüler und Schülerinnen der Heinrich-Böll Gesamtschule gelangen.
Auch sind die vielen engagierten Lehrer aufgefallen, die beim Auditgespräch anwesend waren und sehr interessante Einblicke in ihre Arbeit gaben. Lobenswert dabei war auch der kritische Blick mit dem die Arbeit immer wieder reflektiert wird und der nicht zuletzt auch dazu führt, dass immer wieder neue Ideen zum Vorschein kommen und hoffentlich auch lange Zeit kommen werden.
Für mich persönlich ist es ein Anliegen, dass man die Berufsorientierung auch in der Sekundarstufe II nicht aus den Augen verliert. Und so kam der Direktor der Heinrich-Böll-Gesamtschule, Herr Norbert Müther, am Tag des Audits gerade von einer Vorstellung seiner Schüler und Schülerinnen des 11. Jahrgangs, die mediengestützt von ihrem Praktikum berichteten und zugleich den anderen Mitschülern Informationen zu dem jeweiligen Berufsbild mitteilten.
Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass es den Schülern und den Schülerinnen an der Heinrich-Böll-Gesamtschule während der ganzen Schullaufbahn möglich ist, Praktika zu absolvieren. Mit viel Sorgfalt wird auch die Praktikumsdatenbank gepflegt, um den Schülern und den Schülerinnen genügend und vor allem interessante Praktikumsplätze zu vermitteln.
Es fiel auf, dass überall, in den Klassenräumen, aber auch in den Gängen im wahrsten Sinne die Berufsorientierung lauerte Da werden alte Gesellenbriefe ausgestellt, Informationen zum Kompetenzcheck vorgestellt, Berufsbilder erläutert und, und, und.
Damit zusammenhängend möchte ich auch die sehr gelungene mediale Darstellung der Heinrich-Böll-Gesamtschule hervorheben. Nicht nur die Homepage mit ihrem hohen Informationsgehalt muss erwähnt werden, sondern auch die Schülerzeitung und die gelungene Broschüre der Schule, die für Eltern und Schüler angefertigt wurde und einen detaillierten Überblick darüber gibt, was an Berufsorientierung zu welchem Zeitpunkt geplant ist.
Alles in allem, bleibt mir nur zu sagen, dass bei der Heinrich-Böll Gesamtschule ein Wind weht und vom Stillstand noch lange nicht die Rede sein kann und hoffentlich auch nie sein wird. Und so hoffe ich, dass Sie weiterhin so engagiert arbeiten.

Ich wünsche dem Direktor, Herr Müther, dem Projektleiter für das Berufswahl-SIEGEL, Herrn Beaupain, den Studien- und Berufswahlkoordinatoren, Frau Simon und Frau Heinrich, aber auch dem gesamten Lehrerkollegium der Heinrich-Böll Gesamtschule bei ihrer weiteren Arbeit viel Erfolg, Tatkraft und weiterhin den Blick für das Wesentliche - und zwar das Wohl der Schülern und Schülerinnen der Heinrich-Böll-Gesamtschule - und eine hoffentlich in den meisten Fällen gelungene Berufsvorbereitung.

Ich möchte noch einmal mein Eingangszitat von Grönemeyer aufgreifen:

     "es gibt viel zu verlieren, du kannst nur gewinnen
     genug ist zu wenig - oder es wird so wie es war
     stillstand ist der tod, geh voran, bleibt alles anders"

Liebe Heinrich Böll Schule - bleibt dran. Man kann nur gewinnen.
Packen Sie die nächsten drei Jahre an.
Noch einmal meinen Glückwunsch! Ich bin gespannt auf das Jahr 2012!!!

Isabell Walter, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Kommunikation und Bildung (Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen)